Polizei warnt vor Fake News

Polizei warnt vor Fake News

Ludwigshafen. Polizei warnt vor Fake News nach Öffentlichkeitsfahndungen – Falsche Beiträge können Ermittlungen gefährden. Das Polizeipräsidium Rheinpfalz warnt eindringlich vor der zunehmenden Verbreitung von Falschmeldungen im Zusammenhang mit Öffentlichkeitsfahndungen. Immer häufiger nutzen Unbekannte echte Fahndungsfotos und veröffentlichte Informationen der Polizei, um diese mit frei erfundenen Behauptungen oder manipulierten Inhalten in sozialen Netzwerken zu verbreiten.

Nach Angaben der Polizei werden dabei nicht selten Bilder von Polizeieinsätzen oder Tatorten verwendet, die mit dem eigentlichen Fahndungsfall überhaupt nichts zu tun haben. Für viele Nutzer sind diese Fälschungen auf den ersten Blick kaum von echten Polizeimeldungen zu unterscheiden.

Fake News können Ermittlungen massiv behindern

Die Polizei macht deutlich, dass solche manipulierten Beiträge erhebliche Folgen haben können. Falschinformationen verunsichern die Bevölkerung, lenken Ermittlungen in die falsche Richtung und können die Persönlichkeitsrechte sowie die Sicherheit der abgebildeten Personen gefährden.

Gerade in sozialen Netzwerken verbreiten sich solche Beiträge innerhalb kürzester Zeit tausendfach. Wer sie ungeprüft teilt, trägt unbeabsichtigt zur weiteren Verbreitung von Desinformation bei.

Polizei appelliert an die Bevölkerung

Das Polizeipräsidium Rheinpfalz empfiehlt daher:

  • Informationen zu Fahndungen ausschließlich über offizielle Polizeikanäle zu beziehen.
  • Inhalte aus sozialen Netzwerken kritisch zu hinterfragen.
  • Unbestätigte Meldungen nicht weiterzuverbreiten.
  • Hinweise zu Fahndungen ausschließlich an die Polizei zu richten.

Öffentlichkeitsfahndungen dienen dazu, Straftaten aufzuklären oder vermisste Personen schnell zu finden. Die Polizei ist dabei auf die Mithilfe der Bevölkerung angewiesen. Umso wichtiger sei es, dass ausschließlich verlässliche und unveränderte Informationen verbreitet werden.

Südpfalzreporter meint

Fake News sind längst kein Randphänomen mehr. Besonders bei Öffentlichkeitsfahndungen können bewusst verbreitete Falschinformationen nicht nur Ermittlungen erschweren, sondern auch das Vertrauen in die Arbeit der Sicherheitsbehörden untergraben. Deshalb gilt mehr denn je: Erst prüfen, dann teilen. Wer sich unsicher ist, sollte Informationen immer direkt mit den offiziellen Veröffentlichungen der Polizei abgleichen.

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André Braselmann
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