Schockanruf in Germersheim vereitelt

Schockanruf in Germersheim vereitelt: Seniorin entgeht Betrug in letzter Sekunde

Germersheim. Eine russischsprachige Seniorin aus Germersheim ist am Montagvormittag (27. Juli) nur knapp einem perfiden Schockanruf zum Opfer gefallen. Erst wenige Augenblicke vor der geplanten Geldübergabe konnte der Betrug aufgedeckt werden. Die Polizei sucht nun Zeugen.

Falscher Polizist setzte Seniorin unter Druck

Nach Angaben des Polizeipräsidiums Rheinpfalz erhielt die Frau gegen 10 Uhr einen Anruf von einem ebenfalls russisch sprechenden Mann. Dieser gab sich als Polizeibeamter aus und behauptete, die Tochter der Seniorin habe einen schweren Verkehrsunfall verursacht und müsse dringend eine hohe Geldsumme zahlen, um eine Haftstrafe abzuwenden.

Die Seniorin glaubte den Angaben und war bereit, das geforderte Bargeld an ihrer Wohnanschrift an einen Abholer zu übergeben.

Angehöriger verhindert Geldübergabe

Kurz vor der Übergabe rief der Ehemann den Schwiegersohn an. Dieser bestätigte sofort, dass es der Tochter gut gehe und sie in keinen Unfall verwickelt sei. Dadurch erkannten die Eheleute den Betrugsversuch und verständigten umgehend die Polizei.

Polizei sucht Zeugen

Die Kriminalpolizei bittet Personen, die am 27. Juli 2026 im Bereich der Geschwister-Scholl-Straße in Germersheim verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet haben, sich bei den Ermittlern zu melden.

Polizei warnt erneut vor Schockanrufen

Die Polizei erinnert daran:

  • Die Polizei fordert niemals telefonisch die Übergabe von Geld oder Wertsachen.
  • Beenden Sie verdächtige Gespräche sofort.
  • Überprüfen Sie die Angaben immer über Angehörige oder bekannte Telefonnummern.
  • Übergeben Sie niemals Bargeld oder Wertgegenstände an unbekannte Personen.

Gerade Schockanrufe richten sich häufig gezielt gegen ältere Menschen und setzen diese mit erfundenen Notlagen massiv unter emotionalen Druck. In diesem Fall konnte der Betrug glücklicherweise noch rechtzeitig verhindert werden. (Presseportal)

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André Braselmann
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