Großeinsatz am Baggersee bei Hördt endet mit ungewöhnlichem Fund

Hördt. Ein großangelegter Rettungseinsatz an einem Baggersee nahe Hördt hat am Donnerstagvormittag ein unerwartetes Ende genommen. Nachdem eine Fahrradfahrerin gegen 9.30 Uhr möglicherweise eine hilflose Person im Wasser gesichtet hatte, rückten zahlreiche Einsatzkräfte von Feuerwehr, DLRG und Rettungsdienst aus. Auch ein Rettungshubschrauber unterstützte die Suchmaßnahmen aus der Luft.

Aufgrund der zunächst unklaren Lage wurde der gesamte See intensiv abgesucht. Die Einsatzkräfte gingen dabei von einem möglichen Unglücksfall aus und setzten moderne Suchtechnik sowie Taucher ein.

Im Verlauf der Suchaktion registrierte ein Sonarsystem in rund sieben Metern Tiefe ein größeres Objekt auf dem Gewässergrund. Die Entdeckung sorgte zunächst für weitere Aufmerksamkeit, da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass es sich um die vermisste Person handeln könnte.

Erst nach der Bergung durch Einsatztaucher konnte Entwarnung gegeben werden. Bei dem georteten Objekt handelte es sich nicht um einen Menschen, sondern um den Kadaver eines etwa 1,50 Meter langen Welses.

Nachdem der komplette Baggersee ohne weitere Feststellungen abgesucht worden war, beendeten die Einsatzkräfte ihre Maßnahmen. Hinweise auf eine tatsächlich in Not geratene Person ergaben sich nicht.

Der Einsatz verdeutlicht die Herausforderungen bei Wasserrettungen. Bereits eine mögliche Sichtung reicht aus, um umfangreiche Suchmaßnahmen auszulösen. Aus Sicht der Rettungskräfte war das Vorgehen dennoch alternativlos, da bei einem möglichen Notfall jede Minute entscheidend sein kann.

Auch wenn sich die Meldung letztlich als Fehlalarm herausstellte, betonen Einsatzorganisationen regelmäßig, dass verdächtige Beobachtungen an Gewässern unverzüglich gemeldet werden sollten. Im Zweifel gilt: Lieber einmal zu viel alarmieren als einen tatsächlichen Notfall zu übersehen.

Quelle: Polizeidirektion Landau

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