Tötungsdelikt in Bad Dürkheim: 43-jähriger Tatverdächtiger sitzt jetzt in Untersuchungshaft
Bad Dürkheim/Frankenthal. Nach dem tödlichen Schusswaffenvorfall in Bad Dürkheim gibt es eine weitere Entwicklung: Der 43-jährige Tatverdächtige, der nach einer großangelegten Fahndung auf einem Festival im Hunsrück festgenommen worden war, befindet sich inzwischen in Untersuchungshaft.
Das teilten die Staatsanwaltschaft Frankenthal (Pfalz) und das Polizeipräsidium Rheinpfalz am Montag, 3. August 2026, in einer gemeinsamen Pressemitteilung mit.
Haftrichter setzt Untersuchungshaftbefehl in Vollzug
Der 43-Jährige wurde nach seiner Festnahme am Sonntagabend einem Haftrichter beim Amtsgericht Frankenthal vorgeführt. Dieser setzte den bereits erlassenen Untersuchungshaftbefehl in Vollzug.
Anschließend wurde der Tatverdächtige in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.
Der Haftbefehl war auf Antrag der Staatsanwaltschaft Frankenthal wegen des dringenden Tatverdachts des Totschlags erlassen worden.
41-Jähriger nach Schussverletzung gestorben
Ausgangspunkt der Ermittlungen ist ein Tötungsdelikt am Freitagabend, 31. Juli 2026, in Bad Dürkheim.
Nach bisherigen Erkenntnissen der Ermittlungsbehörden soll der 43-jährige Tatverdächtige gegen 22:30 Uhr einen 41 Jahre alten Mann aus dem Landkreis Bad Kreuznach in einem Mehrfamilienhaus mit einer Schusswaffe tödlich verletzt haben.
Zeugen fanden den schwer verletzten Mann und alarmierten Polizei und Rettungsdienst. Rettungskräfte versuchten noch, den 41-Jährigen zu reanimieren. Er erlag jedoch später im Krankenhaus seinen Verletzungen.
Der Tatverdächtige war zu diesem Zeitpunkt bereits geflüchtet.
Großfahndung zunächst ohne Erfolg
Unmittelbar nach der Tat leitete die Polizei eine intensive Fahndung ein. Dabei waren starke Polizeikräfte sowie ein Polizeihubschrauber im Einsatz.
Zunächst gelang es den Einsatzkräften jedoch nicht, den 43-Jährigen zu finden.
Im Verlauf der weiteren Ermittlungen erhielten die Ermittler schließlich Hinweise darauf, dass sich der Gesuchte auf einem Festival im Hunsrück aufhalten könnte.
Spezialkräfte nehmen Tatverdächtigen auf Festival fest
In der Nacht zum Sonntag, 2. August, erfolgte schließlich der Zugriff.
Gegen 3:30 Uhr nahmen Spezialkräfte den 43-Jährigen auf dem Festival fest. Nach Angaben von Staatsanwaltschaft und Polizei ließ sich der Mann widerstandslos festnehmen.
Die mutmaßliche Tatwaffe hatte er zum Zeitpunkt seiner Festnahme nicht bei sich.
Mit der Entscheidung des Haftrichters befindet sich der Beschuldigte nun in Untersuchungshaft.
Motiv und Hintergründe weiterhin Gegenstand der Ermittlungen
Trotz der Festnahme sind wesentliche Fragen weiterhin offen.
Die Staatsanwaltschaft Frankenthal und die Kriminalpolizei Ludwigshafen ermitteln weiter zu den konkreten Umständen und Hintergründen des Tötungsdelikts. Insbesondere das Motiv ist nach Angaben der Behörden weiterhin Gegenstand der Ermittlungen.
Weitere Einzelheiten hierzu wurden bislang nicht veröffentlicht.
Hinweis der Redaktion
Für den 43-jährigen Beschuldigten gilt trotz des bestehenden dringenden Tatverdachts die Unschuldsvermutung. Eine strafrechtliche Schuld wird erst durch ein rechtskräftiges Urteil festgestellt.
Quelle für die aktualisierten Angaben ist die gemeinsame Mitteilung von Staatsanwaltschaft Frankenthal und Polizeipräsidium Rheinpfalz vom 3. August 2026, 11:03 Uhr.
Originalmeldung des Polizeipräsidiums Rheinpfalz
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