Eine Autoimmunerkrankung ist eine Fehlfunktion des Immunsystems, bei der der Körper fälschlicherweise gesundes, eigenes Gewebe angreift. Anstatt nur Krankheitserreger wie Viren oder Bakterien zu bekämpfen, bildet das Immunsystem sogenannte Autoantikörper und autoreaktive T-Zellen gegen körpereigene Strukturen, was zu chronischen Entzündungen und Gewebeschäden führt.
Ursachen
Die genauen Ursachen sind komplex und oft nicht vollständig geklärt. Man geht von einem Zusammenspiel verschiedener Faktoren aus:
- Genetische Veranlagung: Eine gewisse Anfälligkeit kann vererbt werden.
- Umwelteinflüsse: Bestimmte Infektionen, Stress, Rauchen oder Ernährungsgewohnheiten (wie Fast Food) können als Auslöser (Trigger) wirken.
- Hormonelle Faktoren: Frauen sind deutlich häufiger betroffen als Männer, was auf hormonelle Einflüsse hindeutet.
Symptome
Die Symptome variieren stark je nachdem, welches Organ oder System betroffen ist. Häufige Symptome sind:
- Chronische Schmerzen und Entzündungen, zum Beispiel in Gelenken oder im Bauchraum.
- Müdigkeit und allgemeines Unwohlsein.
- Spezifische Symptome je nach betroffener Region, wie Hautausschläge beim Lupus erythematodes oder Verdauungsprobleme bei Morbus Crohn.
Beispiele für Autoimmunerkrankungen
Es gibt über 100 verschiedene Autoimmunerkrankungen, darunter:
- Rheumatoide Arthritis: Angriffe auf Gelenke.
- Diabetes Typ 1: Zerstörung insulinproduzierender Zellen in der Bauchspeicheldrüse.
- Hashimoto-Thyreoiditis & Morbus Basedow: Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse.
- Systemischer Lupus Erythematodes (SLE): Kann potenziell jedes Organsystem betreffen, von Haut bis Niere.
- Morbus Crohn & Colitis ulcerosa: Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen.
Behandlung
Autoimmunerkrankungen sind meist chronisch und nicht heilbar, aber gut behandelbar. Die Therapie zielt darauf ab, die Symptome zu lindern, die Entzündungsreaktion zu unterdrücken und Organschäden zu verhindern.
Zu den Behandlungsmethoden gehören:
- Medikamente: Entzündungshemmende Mittel (z.B. Kortison), Immunsuppressiva oder Biologika.
- Symptomkontrolle: Physio- oder Ergotherapie, Schmerzmittel und Anpassungen der Ernährung.
- Spezielle Therapien: In schweren Fällen können neuartige Ansätze wie Stammzelltherapien erforscht werden, um das Immunsystem neu zu starten.
Bei Verdacht auf eine Autoimmunerkrankung ist eine genaue Diagnostik durch einen Facharzt entscheidend.
Diese Aussagen dienen lediglich Informationszwecken. Für medizinische Beratung oder eine Diagnose solltest Du dich an einen Experten wenden. KI-Antworten können Fehler enthalten.

