Farbenrausch und Frohsinn: Herxheim feiert vier Stunden Ausnahmezustand
Herxheim. Wenn 1900 Aktive gemeinsam durch ein Dorf ziehen, bleibt kein Zweifel: Es ist wieder Fasnacht. Der große Umzug in Herxheim verwandelte das Großdorf am Faschingsdienstag in eine einzige Bühne – laut, bunt und ausgelassen.
Pünktlich zum Start zeigte sich auch das Wetter närrisch versöhnlich. Kaum hatte sich der Zug formiert, wich der Nieselregen strahlendem Sonnenschein. Ein Geschenk des Himmels, das die Besucher dankbar annahmen. Entlang der rund 2,5 Kilometer langen Strecke säumten viele Tausend Schaulustige die Straßen, schwenkten Fahnen, fingen Bonbons und feierten ihre Vereine.
Mit 45 Zugnummern und rund 1900 Mitwirkenden setzte der CV Narrhalla Herxheim als Veranstalter ein deutliches Zeichen. Im Vergleich zum Vorjahr legten die Organisatoren noch eine Schippe drauf – größer, länger, bunter. Vier Stunden lang rollte der „närrische Lindwurm“ durchs Dorf und sorgte für Stimmung „uff de Gass“, wie man in der Südpfalz sagt.
Von fantasievoll gestalteten Motivwagen über Gardetänze bis hin zu schrägen Kostümideen – der Einfallsreichtum der Teilnehmer kannte kaum Grenzen. Immer wieder brandete Applaus auf, wenn Musikgruppen die Menge mitrissen oder Konfettikanonen für zusätzliche Farbtupfer sorgten. Besonders die kreativen Eigenbauten und detailverliebten Kostüme sorgten für staunende Gesichter bei Jung und Alt.
Bis in die Abendstunden hinein blieb Herxheim fest in Narrenhand. Die Straßen waren erfüllt von Musik, Lachen und dem unverwechselbaren Klang der Fasnacht. Auch aus Sicht der Einsatzkräfte verlief der Tag erfreulich ruhig: Nach Angaben der Polizei blieb es zumindest bis in die frühen Abendstunden friedlich.
So bleibt am Ende das Fazit eines rundum gelungenen Fasnachtstags: bestes Wetter, prächtige Bilder, ausgelassene Stimmung – und ein Dorf, das einmal mehr bewiesen hat, wie leidenschaftlich es die fünfte Jahreszeit zu feiern weiß.











































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